Fachärzte für PHYSIKALISCHE & REHABILITATIVE MEDIZIN  
   
   
   
LICHTTHERAPIE

Die Helligkeit des Lichtes, die in unseren Breiten besonders im Winter, aber auch oft im Frühjahr und Herbst nicht besonders ausgeprägt ist, beeinflusst den Blutspiegel der Neurotransmitter (Gehirnbotenstoffe) Serotonin und Noradrenalin. Fällt deren Spiegel ab, kann es je nach Ausmass zu einem Stimmungstief, einem „Winterblues“ oder zu einer regelrechten Depression kommen.

Diese „saisonale affektive Störung“ (engl. „seasonal affected disorder“, SAD) macht in Abhängigkeit von der Nord-Süd-Geographie des jeweiligen Landes zwischen 10 und 20 % aller depressiven Episoden aus.
In den sonnenarmen Wintermonaten kann dies besonders häufig auftreten, verbunden mit dem Drang nach vermehrtem Essen, besonderem Appetit auf Süssigkeiten, Gewichtszunahme, erhöhtem Schlafbedürfnis, häufiger Müdigkeit trotz vermehrtem Schlaf, Konzentrationsschwierigkeiten, Interessemangel an sonst gewöhnlichen Aktivitäten.

 

  Lichttherapie kann helfen
 
  • bei saisonaler Depression
  • Herbst – & Winterblues
  • bei wiederkehrenden Stimmungstiefs
  • bei Schlafstörungen
  • bei prämenstruellem Syndrom
  • bei Schichtarbeitern
  • bei Menschen die ständig in künstlichem
    Licht arbeiten
  Das Schlafhormon Melatonin wird im Dunkeln
und natürlich im Winter vermehrt ausgeschüttet,
im Sommer dagegen weniger.

Durch die Wahrnehmung des Steuerungssignals „Tageslicht“ vor allem durch das Auge, weniger durch die Haut, wird die Hormonausschüttung geregelt. Deshalb können wir uns mit zusätzlicher Tageslichtbestrahlung auf natürliche Art und Weise stimulieren.
Eine besonders gefährdete Gruppe sind Menschen im Schichtdienst, sowie Menschen , die regelmäßig künstlichem Tageslicht ausgesetzt sind.
 
Begleitend zur Lichttherapie

sollten Sie den Kohlehydratgehalt ihrer Nahrung reduzieren, besonders weniger Zucker, Weissmehlprodukte und Nudeln zu sich nehmen, vermehrt aber Gemüse und qualitativ höherwertiges Eiweiss (z.B. Fisch).

Darüber hinaus sollten sie die Aufnahme von
Vitamin C erhöhen
in Form von Obst, aber auch zusätzlich durch Nahrungsergänzung (Pulver,
Kapseln) oder Infusionen.

Nach der Lichttherapie empfehlen wir noch einmal
30 Minuten Bewegung im Freien.
VORSICHT !
Falls Sie an Makuladegeneration oder Katarakt
(Grauer Star) bzw. Glaucom (Grüner Star) leiden, fragen Sie bitte zuerst Ihren Augenarzt, ebenso bei Optikus-Neuritis.

Es gibt auch Medikamente, die eine erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge hervorrufen.
Wenn Sie eines der folgenden Mittel einnehmen, sollten Sie sich daher nicht einer Lichttherapie unterziehen:
Lithium, Imipramin, Chlorpromazin (Propaphenin®), Thioridazin (Melleril®), Propanolol (Dociton®), Fluoxetin (Fluctin® , Fluneurin®) Amiodaron (Cordarex®), Hydrochlorothiazid wie z.B.(HCT®,Dytide-H®,Triarese® und andere ausschwemmende Mittel)
 
ABLAUF
Sie sollten 3 bis 5 mal wöchentlich über 2-4 Wochen zur Lichttherapie kommen, die Dauer beträgt jeweils 20 bis 30 Minuten.

Sie sitzen dabei und können lesen oder Musik hören. Spätestens alle 90 Sekunden sollten Sie einmal ins Licht schauen.
Empfohlen wird die Lichttherapie am frühen Vormittag oder zur Zeit des maximalen Stimmungstiefs (meist nachmittags).
Bei prämenstruellem Syndrom in den Tagen kurz vor der Regel.
 
KOSTEN
Die Kosten für eine Sitzung betragen 12 € ,
bei gleichzeitiger Akupunktur 5 €.
Falls Sie die Lichttherapie zeitgleich mit der Akupunktur durchführen lassen möchten, bieten wir Ihnen diesen reduzierten Tarif an.
 
SONSTIGE INFORMATIONEN
Lichttherapie bedeutet die Einwirkung von Licht mit einer Stärke von
10 000 Lux aus einem Abstand von nicht mehr als 50 cm über die Dauer von 20 bis 30 Minuten.
Das verwendete Licht ist dabei garantiert UV – frei , das heisst, es weist keine schädlichen Anteile auf und bräunt nicht die Haut.
Eine Schutzbrille ist deshalb nicht erforderlich.